Familie, Tagebuch

Was machst du eigentlich den ganzen Tag, Steffi?

Heute ist der 5. des Monats und Frau Brüllen sammelt Tagebuch-Einträge, die der Frage nachgehen „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“
Da ich mich das zur Zeit auch des Öfteren frage, wie wahrscheinlich die meisten Eltern kleiner Kinder, will ich an der Blogparade teilnehmen.
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Ich bin ja eine ausgesprochene Nachteule, ich finde abends kein Ende und gehe spät ins Bett und morgens komme ich nicht raus aus den Federn. Sehr zum Ärger meines Mannes. Und sehr zum Ärger meines Mannes habe ich diese Nachteulen-Gene scheinbar an unsere drei Kinder vererbt. Es fällt uns allem momentan sehr schwer, morgens aufzuwachen. So auch heute, und mein Mann hat seine liebe Mühe uns alle aus den Betten zu scheuchen.
Nach den ersten Schlucken Kaffee hebt sich meine Laune aber schnell und der Morgen verläuft ruhig. Wir frühstücken, die Kinder spielen friedlich während ich ihre Kita-Obstdosen vorbereite, wir ziehen uns an und machen uns auf den Weg zur Kita. Dort werden als aller erstes die Nikolaussocken der Kinder aufgehängt. Dann verabschiede ich mich von den Kindern und gehe wieder nach Hause.

Zu Hause gönne ich mir eine zweite Tasse Kaffee und drehe die alltägliche Haushaltsrunde: Spülmaschine ausräumen, Waschmaschine anschmeißen, Wäsche falten, das übliche. Ich bringe das Altglas zum Container und schraube vorher noch sämtliche Plastikdeckel ab.
Kennt Ihr die Aktion „Deckel gegen Polio„? Mit 500 gesammelten Deckeln wird eine Polio-Schluckimpfung finanziert. Wir sammeln seit einiger Zeit in der Kita mit und haben erst neulich mit einem großen Sack voller Deckel 9 Impfungen ermöglicht!
Auf dem Weg zum Glascontainer entdecke ich ein tapferes Löwenmäulchen am Wegesrand. Ein pinker Farbklecks mitten im tristen Wintergrau.
Es ist schon Mittag als ich mich dann auf den Weg ins Einkaufszentrum mache, um dem Nikolaus noch etwas unter die Arme zu greifen. Ich bin allerdings nur semi-erfolgreich. Zwar bekomme ich die noch fehlende Playmobil-Figur, die Emil sich wünscht, und auch zahlreiche andere nette Kleinigkeiten, aber für meine Neffen, denen ich jedes Jahr ein Nikolauspäckchen schicke, finde ich nichts.
Wieder zu Hause gibt es ein schnelles, spätes Mittagessen und dann hole ich die Kinder aus der Kita ab. Lottchen will sich nicht anziehen lassen, und während ich Luise in ihre Matschhose stecke, höre ich einen Plumps und danach lautes Geschrei von Lottchen. Scheinbar ist sie von der Bank gefallen und hat sich ordentlich den Kopf gestoßen. Arme Maus, sie kann sich kaum beruhigen, dabei ist sie ganz schön hart im nehmen…
Wieder zu Hause gibt es Kekse für die Kinder und einen Kaffee für mich. Lottchen und Luise lesen Bilderbücher und puzzeln, während Emil an seinem Wunschzettel bastelt, für den ihm noch einige Ergänzugen eingefallen sind.
Der Nachmittag ist schnell vorbei, es gibt Abendbrot und dann, ja dann, werden Schuhe geputzt und Wunschzettel aufgerollt. Bei uns nimmt nämlich der Nikolaus die Wunschzettel der Kinder mit und bringt sie dem Christkind…
Die Stimmung ist ausgelassen, um es mal nett zu formulieren, aber just als alle Stiefel aufgestellt sind, kommt mein Mann nach Hause und schnappt sich als erstes Lottchen und Luise und bringt sie ins Bett.
Dann ist auch für Emil Schlafenszeit und während er von Papa noch eine Geschichte vorgelesen bekommt, macht sich bereits der Nikolaus ans Werk…

Für jedes Kind gibt es ein Buch, eine Kleinigkeit zum Spielen und ein paar Süßigkeiten in den Schuh.

So, nun ist der Abend schon wieder recht fortgeschritten. Ich verlinke gleich meinen Beitrag und werde noch ein wenig bei den anderen schmökern. Und dann freue ich mich auf fröhliche Kinder morgen früh…
 
 
Verlinkt: wmdedgt

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