Familie, Tagebuch

Was machst du eigentlich den ganzen Tag, Steffi?

Heute ist der 5. des Monats und Frau Brüllen sammelt Tagebuch-Einträge, die der Frage nachgehen „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“
Da ich mich das zur Zeit auch des Öfteren frage, wie wahrscheinlich die meisten Eltern kleiner Kinder, will ich an der Blogparade teilnehmen.
~*~

Heute morgen werde ich unsanft geweckt, denn Lottchen hat die halbe Nacht in unserem Bett geschlafen und ist, im Gegensatz zu mir, mit dem Weckerklingeln wach und turnt durchs Bett. Wie immer steht mein Mann zuerst auf und kümmert sich um die Zwillinge, dann stehe ich auf und wecke Emil.

Der Morgen läuft unrund, irgendwie sind wir nach dieser ersten Januarwoche noch nicht so richtig im Alltag angekommen. Die Kinder sind noch müde und mürrisch, der Mann ist in Eile und auch heute schaffen wir es nicht vor neun Uhr in die Kita.

Gegen halb zehn bin ich wieder zu Hause, mache mir einen zweiten Kaffee und räume die Küche auf. Dann lasse ich den Haushalt links liegen und setze mich endlich an die Nähmaschine – das wollte ich schon die ganze Woche tun! Ich nähe einen neuen Pulli für Emil fertig, den ich schon vor Weihnachten zugeschnitten hatte…

Die Zeit verfliegt, schon ist es zwölf und ich hole die Zwillinge aus der Kita ab. Zu Hause stecke ich die beiden zum Mittagsschlaf ins Bett und mache eine Waschmaschine an. Zum Mittagessen gibt es einen schnellen Salat aus Resten und zum Nachtisch einen frisch gepressten Saft aus Blutorangen – den liebe ich!
Nach dem Essen räume ich Emils Spielzimmer auf, das nach dem vielen Besuch der letzten Tage ziemlich verwüstet ist. Ich staubsauge das Spielzimmer, Flur und Küche und danach ist es schon Zeit die Mädchen zu wecken. Sie wollen gar nicht wach werden und schon gar nicht aufstehen. Immerhin lassen sie sich ohne Protest von mir anziehen als ich sie endlich aus dem Bett gelockt habe.

Um halb vier machen wir uns auf den Weg zur Kita um Emil abzuholen. Lottchen macht den Anschein als wolle sie im Kinderwagen weiterschlafen und auch Luise lässt nach ein paar Metern ihren Roller stehen und will lieber „einteigen!“.

Wir sammeln Emil ein und verlassen die Kita zeitgleich mit zwei Kitafreunden, die denselben Rückweg haben wie wir. Der Wind pfeift zwar ordentlich, aber immerhin regnet es nicht und so lassen wir die Kinder noch eine halbe Stunde im Park spielen und gehen erst nach Hause als es dunkel wird. Vor der Haustür treffen wir meinen Mann, der heute früh Feierabend gemacht hat. Eine schöne Überraschung!

Später kommt noch eine Nachbarin mit ihren Kindern auf einen Kaffee vorbei. Die Kinder spielen friedlich, wir können ein wenig quatschen und das Chaos hinterher ist nur halb so schlimm wie befürchtet.

Als der Besuch weg ist, gibt es Abendbrot. Das ist momentan eine große Schmiererei, weil die Zwillinge neuerdings darauf bestehen, sich ihre Brote selber zu schmieren – sich allerdings weigern, sich zeigen zu lassen wie das mit dem Brot schmieren eigentlich geht. Ach ja, Trotzphase Autonomiephase oder wie heißt das gleich?

Dann bringt der Mann die Zwillinge ins Bett und ich lese Emil etwas vor. Momentan liebt er das Sams, und er hat „Das Sams feiert Weihnachten“ passend zu Weihnachten geschenkt bekommen. Danach bringe ich Emil ins Bett.

Ich schreibe diesen Artikel und dann werde ich in meinem Weihnachtsgeschenk weiterlesen: „Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher.

Habt einen schönen Abend!

Verlinkt: wmdedgt

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