Familie, Tagebuch

Was machst du eigentlich den ganzen Tag, Steffi?

Heute ist der 5. des Monats und Frau Brüllen sammelt Tagebuch-Einträge, die der Frage nachgehen „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“
Da ich mich das zur Zeit auch des Öfteren frage, wie wahrscheinlich die meisten Eltern kleiner Kinder, will ich an der Blogparade teilnehmen.

~*~

Bei uns herrscht schon seit gut zehn Tagen Ausnahmezustand, denn uns hat der Reihe nach ein fieser Kita-Virus niedergestreckt. Während es Luise und mir nach einer guten Woche soweit wieder gut geht, liegen seit letzter Woche Lottchen und Emil mit Fieber flach – und seit gestern Abend hat es auch meinen Mann erwischt.

Entsprechend war die Nacht mal wieder unruhig und viel zu kurz. Da Luise aber fit ist, möchte ich sie in die Kita bringen und wir stehen auf, während die anderen weiter schlafen dürfen.

„Ein Kind ist kein Kind“ heißt es doch so schön, und heute morgen stimmt es. Unsere Morgenroutine nur mit Luise ist total entspannt und ungewohnt ruhig. Wir sind mehr als pünktlich in der Kita und im Gespräch mit den Erzieherinnen erfahre ich, dass es auch andere Familien genauso „erwischt“ hat.

Auf dem Rückweg nehme ich vom Bäcker frische Brötchen mit und gönne mir zu Hause ein zweites Frühstück mit Lottchen und Emil, denen es heute morgen recht gut geht. Der Mann bleibt lieber im Bett.

Nach dem Essen spielen Lottchen und Emil eine ganze Weile chaotisch aber friedlich zusammen, ich räume auf und kümmere mich um die Wäsche.

Meine Eltern sind ja wirklich super, das muss an dieser Stelle mal gesagt werden! Sie sind oft hier und helfen und ich weiß gar nicht, was ich ohne diese Unterstützung machen würde. Auch diese Woche ist mein Vater zu Besuch um mir bei der Betreuung der kranken Kindern zu helfen. Danke! <3

Aus diesem Grund schaffe ich es heute trotz allem Chaos sogar für eine halbe Stunde ins Nähzimmer und die Zeit nur für mich tut so gut.

Um 12 Uhr hole ich Luise aus der Kita ab, sie hat richtig gute Laune und erzählt mir vom Laufrad aus von ihrem Tag. Das Wetter ist traumhaft und im Sonnenschein entdecke ich schon so einige Schneeglöcken und Krokusse in den Gärten. Auch meine Schneeglöckchen sind schon da, einen ganzen Monat früher als im letzten Jahr!

Wieder zu Hause koche ich Mittagessen. Meine Kinder sind ja sowieso sehr wählerisch beim Essen, aber wenn sie krank sind, ist es noch schlimmer. Nach langen Verhandlungen mit Emil gibt es Risi-Bisi und Fischstäbchen. Immerhin isst er seine Portion ohne meckern, dafür isst Lottchen gar nichts. Luise hat schon in der Kita gegessen, aber sie futtert sich durch den Nachmittag – offenbar hat sie Nachholbedarf nach dem Fieber.

Bei Lottchen und Emil ist das Fieber wieder gestiegen und sie machen einen (sehr) späten Mittagsschlaf. Ich gehe mit Luise einkaufen. Um kurz nach vier wecke ich Lottchen und Emil wieder, aber sie sind sehr wehleidig. Der Nachmittag zieht sich dahin. Luise und Opa kochen Grießbrei, dann dürfen die Kinder fernsehen: „Sendung mit der Maus“ und „Meine Freundin Conni“.

Da keiner will so recht Abendbrot essen will, läute ich um kurz nach sechs die Abendroutine ein und alle Kinder lassen sich ohne Theater ins Bett bringen. Hoffentlich schlafen sie sich gesund!

Nun schreibe ich diesen Eintrag und hoffe, ich bin gleich noch wach genug für eine weitere halbe Stunde an der Nähmaschine.

Ich wünsche euch einen schönen Abend!

Verlinkt: wmdedgt

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