Familie, Tagebuch

Was machst du eigentlich den ganzen Tag, Steffi? 4/2018

Heute ist der 5. des Monats und Frau Brüllen sammelt Tagebuch-Einträge, die der Frage nachgehen „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“
Da ich mich das zur Zeit auch des Öfteren frage, wie wahrscheinlich die meisten Eltern kleiner Kinder, will ich an der Blogparade teilnehmen.

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Der Wecker klingelt um 7 Uhr, ich schalte ihn aus und lege mich wieder ins Bett. Im Flur höre ich das Getrappel kleiner Füßchen und schon stehen Lottchen und Luise hellwach in der Tür. Sie klettern ins Bett und stürzen sich auf Emil, der heute Nacht neben mir schlafen durfte, weil mein Mann auf Geschäftsreise ist. Emil jedoch schläft tief und fest und lässt sich nur aus diesem Grund die Streicheleinheiten seiner Schwestern gefallen.

Von so viel Geschwisterplüsch am frühen Morgen möchte ich ein Foto machen und greife nach meinem Handy auf der Kommode ohne zu beachten, dass es noch am Ladekabel hängt. Das Handy rutscht mir aus der Hand und fällt mit Gepolter erst genau auf meinen kleinen Zeh und dann zu Boden, ich fluche und nun ist Emil auch wach.

Die Zwillinge ziehen sich relativ selbständig an und gehen dann zum Spielen ins Wohnzimmer. Während ich mich anziehe und fertig mache, trödelt Emil herum. Ich decke den Frühstückstisch. Als schließlich alle eigetrudelt sind gibt es großes Gejubel, denn heute dürfen die Kinder Cornflakes frühstücken, denn das Brot ist etwas knapp.

Nach dem Frühstück mache ich drei Obstdosen für die Kita fertig und bitte die Kinder, sich die Schuhe anzuziehen. Ich freue mich riesig, dass wir uns für den Weg zur Kita nicht mehr so dick einpacken müssen, wie noch vor einer Woche!

Lottchen und Luise fahren mit dem Laufrad zur Kita, Emil mit dem Fahrrad. Wir sind fast angekommen und müssen nur noch die letzte Straße überqueren, da sehe ich, dass Lottchens Laufrad hinten einen Platten hat. Ich bitte sie abzusteigen und zeige ihr den platten Reifen und, wie nicht anders zur erwarten, bricht sie in Tränen aus. Sie hört erst wieder auf zu weinen, als sie im Gruppenraum ihre Erzieherin begrüßt.

Ich verabschiede mich von den Kindern und nehme das defekte Laufrad wieder mit nach Hause. Ich räume zu Hause die Küche auf und mache mir meinen zweiten Kaffee. Dann staubsauge ich das ganze Haus von unten nach oben, räume nebenbei sowohl die Osterdeko weg als auch Spielzeug auf. Kurz bevor ich fertig bin, mache ich den Staubsauger kaputt. Ich trete auf das Kabel während ich den Sauger weiter schiebe, jetzt hat er einen Wackelkontakt. So ein Mist.

Ich räume weiter auf, mache eine Waschmaschine an, leihe einer Nachbarin unsere Schubkarre aus und auf einmal ist es schon Mittag. Ich mache mir den Rest Ofengemüse warm, den es an Ostermontag gab. So sehr ich dieses Gericht liebe, viermal hintereinander gegessen reicht es mir jetzt für eine Weile!

Nach dem Mittagessen gehe ich ins Nähzimmer und beginne mir eine neue „Frau Karla“ für den Frühling zu nähen. Bis auf die Ärmelsäume und den Halsauschnitt wird das Shirt fertig.

Ich pumpe den Reifen von Lottchens Laufrad wieder auf, schleppe das Ding zum Bäcker um neues Brot zu kaufen und hole dann die Kinder aus der Kita ab. Um vier Uhr bekommen wir Besuch von unserer Nachbarin mit ihren zwei Jungs. Wie immer ist es in dieser Konstellation laut und chaotisch. Trotzdem haben wir einen netten Nachmittag mit schönen Gesprächen. Erst als meine Nachbarin gegen sechs Uhr nach Hause gehen möchte, entdecken wir, was Emil und sein Kumpel angerichtet haben. Sie haben im Wohnzimmer ein Stück Styropor in einer alten Verpackung gefunden und es auf dem Sofa in Kleinstteilchen zerbröselt. Und das ausgerechnet heute, wo mir der Staubsauger kaputt gegangen ist! Ahhh!

Emil ist sich keiner Schuld bewusst und ich bin ziemlich sauer. Meine Nachbarin holt ihren Staubsauger rüber und gemeinsam beseitigen wir das Chaos.

Das Abendessen ist dann später etwas schweigsam, die Mädchen sind müde und Emil ist sauer, dass ich auf ihn sauer war und wegen der Schweinerei geschimpft habe. Aber als die Kinder bettfertig sind und wir eine Gute-Nacht-Geschichte lesen, ist alles wieder in Ordnung. Trotzdem braucht Emil heute wieder sehr lange zum Einschlafen, erst gegen neun Uhr kriegt er die Kurve. Ich beginne noch, diesen Beitrag zu schreiben, aber fertig werde ich nicht mehr damit. Ich werde ihn morgen veröffentlichen…

Vielen Dank für’s Lesen und habt einen schönen Tag!

Verlinkt: wmdedgt

Familie, Tagebuch

Unser Osterwochenende

Unser Osterwochenende war in diesem Jahr trotz oder vielleicht auch gerade wegen des Wetters sehr entspannt und gemütlich. Der Samstag wurde von uns für vielerlei Erledigungen und Vorbereitungen genutzt. Während der Mann diverse Einkaufstouren mit wechselnder Kinderbegleitung unternahm, habe ich den Haushalt übernommen und den Osterhasen unterstützt:

Ich habe Tischdeko zusammengestellt: Die Osterhäschen haben die Kinder in der Kita gebastelt und die Kresseeier haben wir letztes Wochenende zusammen angesetzt.

Zusammen mit Emil habe ich Schlesischen Mohnstollen gebacken.

Und alle zusammen haben wir Ostereier gefärbt.

Nachdem die Kinder im Bett waren, habe ich dann zusammen mit dem Osterhasen eine Nachtschicht eingelegt und Osterkörbchen gebastelt, Geschenke eingepackt, den Frühstückstisch gedeckt – und natürlich Osternester versteckt. Da es schon den ganzen Samstag geregnet hatte und für den heutigen Sonntag Schneeregen angesagt war, habe ich die Eiersuche im Garten von vorneherein abgeschrieben…

Der Ostersonntag beginnt gemütlich, gegen 8 Uhr stehen wir auf und die Kinder sind schon vom Osterfrühstückstisch so begeistert, dass wir sie tatsächlich daran erinnern müssen, dass er Osterhase ja seine Eier auch gerne versteckt…

Gestärkt vom ersten Mini-Schokohasen machen sie sich auf die Suche und ich freue mich über die strahlenden Gesichter und darüber, dass ich mit den ausgewählten Geschenken richtig lag.

Nach dem Frühstück wird ausgiebig gespielt. Später holen wir Wasserfarben raus und malen, denn rausgehen mögen wir bei diesem ungemütlichen Wetter alle nicht. Und wenn der Frühling schon auf sich warten lässt, dann malen wir ihn eben selbst. Ich bin immer wieder überrascht, wie gut man doch tatsächlich mit einfacher Wasserfarbe malen kann!

Später gibt es Mittagessen, Mittagsschlaf für die Zwillinge und den Mann, Emil beschäftigt sich mit Luises neuem TipToi-Buch und ich nutze die freie Zeit zum Nähen – alles ohne Bilder.

Nach dem Mittagsschlaf gibt es Kaffeetrinken mit dem Mohnstollen – ein Traum!

Um doch wenigstens noch vor die Tür zu kommen, beschließen wir nach dem Kaffeetrinken, dass der Mann und die Zwillinge eine kleine Runde spazieren gehen. Emil und ich machen einen sehr spontanen Ausflug ins Kino: wir sehen uns „Peter Hase“ an, ein hinreißend lustiger Familienfilm. Genau richtig an diesem Ostersonntag!

Und damit wünsche ich euch eine gute Nacht und einen schönen Ostermontag! Vielen Dank für’s Lesen!

Verlinkt: Wochenende in Bildern bei Geborgen Wachsen